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Aktuelles

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Dr. Gerhard Kempter, der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins St. Elisabethschwestern, blickte im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Viele vom Förderverein initiierte und getragene Projekte haben einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität und weiteren Absicherung der jungen Menschen und Familien in Indien geleistet, so Dr. Kempter. Davon konnte das an diesem Abend neu in den Vorstand aufgenommene Fördervereins-Mitglied und bisheriger Beirat, Dr. Rudolf Sauerbier, berichten. Mit beeindruckenden Bildern und Filmsequenzen erzählte der frisch gebackene Vorstand von seiner Reise zu den Projektstandorten des Fördervereins bei den zahlreichen Wirkungsstätten der Elisabethschwestern in Indien. Doch nicht nur der Förderverein hatte in Indien etwas bewegt, auch die Schwestern und die jungen Menschen aus dem sonst eher fernen Erdteil hatten den Reisenden aus Deutschland in ihrer Herzlichkeit sichtlich bewegt, begeistert und damit auch im Engagement für die gute Sache bestärkt. Deutlich kam rüber: da ist nicht nur ein Funke übergesprungen, da wurde ein ganzes Feuer entfacht. Dies wurde auch deutlich an den interessierten Nachfragen der zahlreichen Gäste, die an diesem Abend zu dem an die Mitgliederversammlung angeschlossenen Vortrag erschienen waren, der die Erfolgsgeschichte der Schwesterngemeinschaft und die mit der Gemeinschaft verbundenen Projekte des Fördervereins dokumentierte.

Das gute Miteinander von Förderverein und Schwesterngemeinschaft brachte Dr. Kempter nicht nur mit anerkennenden Worten, sondern auch mit der Überreichung eines Bild-Geschenkes des Fördervereins an die Elisabethschwestern zum Ausdruck, einem Unikat des im ehemaligen St. Elisabethkrankenhaus geborenen und weit über Deutschland hinaus bekannten Künstlers Peter Gaymann. Das Motiv des Cartoonisten zeigt auf gewohnt humorvolle Art einen vor der Entbindungsstation St. Elisabeth wartenden und sichtlich überraschten Bärenpapa, dem eine als Huhn stilisierte Krankenschwestern ein Gummibärle als waschechtes Bobbele aus dem Kreißsaal entgegenbringt. Die Botschaft dahinter: Nahezu 55.000 Freiburger, die in St. Elisabeth das Licht der Welt erblickten. Auch eine Erfolgsgeschichte der Schwestern! (Duma)

Dr. Gerhard Kempter (links) übergibt ein Unikat des Cartoonisten Peter Gaymann, das Schwester Lamberta (rechts) gerne für die Schwesterngemeinschaft entgegennimmt.

Ein Reisebericht zu Stationen der Elisabethschwestern in Indien im Februar 2018.
Von unserem Beiratsmitglied Dr. Rudolf Sauerbier.
Seit vielen Jahren unterstützt der Förderverein St. Elisabethschwestern e. V. durch die Umsetzung von zahlreichen Projekten die sozial-caritative Arbeit der Schwesterngemeinschaft in Indien; er nimmt damit nicht nur Teil an der Arbeit der Gemeinschaft. Er leistet vielmehr einen wichtigen Beitrag für jene Menschen in Indien – besonders junge Menschen und Familien – die aus eigener Kraft, die ihnen von Gott geschenkten Fähigkeiten für ein gelingendes Leben nicht entfalten können- und damit auch von der Mitgestaltung unserer Welt ausgeschlossen sind.
Doch sozial-caritatives Engagement darf sich niemals in der Schaffung von Strukturen und in der Umsetzung von Förderprojekten allein erschöpfen; das würde die Hilfe allenfalls sozial, in jedem Fall aber lieblos machen.
Mehr als alle die Erdteile übergreifenden Projektpläne und Fördermaßnahmen zählt die Begegnung von Mensch zu Mensch. Diese Nähe macht stark und schenkt neues Hoffnung auf eine gute Zukunft, weil sie das feste Vertrauen vermitteln kann, dass ich in meiner schwierigen Lebenssituation gesehen werde und nicht alleingelassen bin.
Von ganzem Herzen danke ich deshalb dem Förderverein St. Elisabethschwestern für die Unterstützung der Menschen in meinem Heimatland in Indien. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Rudolf Sauerbier. Als Vertreter des Fördervereins hat er sich auf den Weg gemacht, um den Menschen dort als Botschafter einer hoffnungsvollen Zukunft zu begegnen. Der von ihm hier verfasste Reisebericht mit eindrucksvollen Erfahrungen und farbenprächtigen Bildern mag die Leserin und den Leser etwas erahnen lassen von der wertvollen und quasi verzaubernden Kraft und zwischenmenschlichen Schönheit dieser Begegnungen. Sie sind Einladung und Ermutigung, unseren Weg zu und mit den Menschen finden und mutig gemeinsam weiter zu gehen.

Sr. Lincy Poonoly, CSSE
Generaloberin

Reisebericht als PDF-Datei

Auch gezeichnete Hühner machen satt

Der aus Freiburg stammende bekannte Cartoonist Peter Gaymann unterstützt die sozial-caritative Arbeit der Gemeinschaft der Elisabethschwestern in Indien

Was haben Hühner, Schwestern und das renommierte Freiburg Bekleidungshaus Breuninger miteinander zu tun? – Nichts? – Falsch! Ganz viel. Peter Gaymann, ein weit über Deutschland hinaus bekannter Cartoonist, und das vornehmlich als „Hühnerzeichner“, kam auf Einladung von Geschäftsführerin Stefanie Krug von Breuninger zu einem Abend-Event nach Freiburg.

Vor den Augen zahlreicher geladener Gäste tat er das, was er am besten konnte: zeichnen! Peter Gaymann, von Haus aus studierter Sozialarbeiter, wusste schon bald, dass man mit Zeichnen nicht nur Geld verdienen, sondern auch viel Gutes tun kann. Deshalb kam der Wahlkölner gerne in sein Freiburg zurück, in dem er im ehemaligen St. Elisabethkrankenhaus das Licht der Welt erblickte und damit auch zu einem waschechten „Freiburger Bobbele“ wurde.

Vor den Augen zahlreicher interessierter Gäste und zur Freude von Generaloberin Schwester Lincy und Dr. Gerhard Kempter, dem Vorsitzenden des Fördervereins St. Elisabethschwestern, ließ das prominente Bobbele mit schnellen und geübten Strichen drei Bilder entstehen, die dann meistbietend versteigert wurden. Der Erlös kommt der sozial-caritativen Arbeit der Schwesterngemeinschaft in Indien zugute und wird gezielt im Internat im Dorf Jamily für Kinder mit weiten Schulwegen für einen Speisesaal und die Küche verwendet.

Peter Gaymanns Hühner werden dort wohl kaum im Kochtopf landen. Und doch hat es Schwester Lincy treffend auf den Punkt gebracht: „Was an einem Ort getan wird oder nicht getan wird, hat Auswirkungen für die ganze Welt.“ – Auch gezeichnete Hühner machen satt, wenn sie in fein abgeschmeckter Kooperation von Modehaus Breuninger und Förderverein St. Elisabethschwestern richtig zubereitet werden.

Peter Gaymann hatte schon als Kind gerne gezeichnet. In den 70er und 80er Jahren wurden Peter „Gaymanns tierische Blätter“ in der Badischen Zeitung regelmäßig veröffentlicht. Bald hatte Gaymann sein Atelier in der Sedanstraße neben dem Stadttheater. Halsketten und Schuhe waren erste Vermenschlichungen, die er seinen Hühnern anzeichnete. Unermüdliche schickte er Fotokopien an Verlage, die den „Hühnerbaron“ schließlich entdeckten.
Bis heute sind 70 Bücher entstanden, die auch mit anderen Motiven, Skizzen und Tuschezeichnungen begeistern. Seine Postkarten gehen in die ganze Welt. Du

Die Hauptakteure des Abends

v.l. Sr. Lincy, Sr. Rosmi, Peter Gaymann, Sr. Bhaghya, Sr. Roshni

Generaloberin Sr. Lincy
Generaloberin Sr. Lincy
Peter Gaymann: Alfons sag doch was!
Peter Gaymann: Alfons sag doch was!
Kultur- und Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach
Kultur- und Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach
Peter Gaymann: Der Bärenpapa wartet auf sein Gummibärle!
Peter Gaymann: Der Bärenpapa wartet auf sein Gummibärle!
v.l. Sr. Mary, Sr. Lincy, Dompfarrer Wolfgang Gaber, Dr. Gerhard Kempter, Peter Gaymann, Stefanie Krug
v.l. Sr. Mary, Sr. Lincy, Dompfarrer Wolfgang Gaber, Dr. Gerhard Kempter, Peter Gaymann, Stefanie Krug
Ein indischer Tanz: v.l. Sr.Bhaghya, Sr. Rosmi, Sr. Roshni
Ein indischer Tanz: v.l. Sr.Bhaghya, Sr. Rosmi, Sr. Roshni

Erweiterung des Kindergartens in Kanchal

Die Erweiterung des Kindergartens in Kanchal wurde im Jahr 2016 fertiggestellt. Der Förderverein Elisabethschwestern e.V. unterstützte die Erweiterung mit 50.000 Euro.

Etagenbetten für das Mädcheninternat in Jamli

In unserem Mädcheninternat haben wir für 50 Kinder 25 Etagenbetten ermöglicht. Jetzt müssen die Kinder nicht mehr auf dem Boden schlafen.

Drei Häuser für Witwen und ihre Kinder

Mit Mitteln des Fördervereins wurden drei Häuser für Witwen und ihre Kinder realisiert.
Ohne diese Unterstützung ist die Situation für Witwen in der indischen Gesellschaft schier aussichtslos.

Schulbus für die St. Elisabeth-Schule in Bonghir

Die St. Elisabeth School bekam ihren dritten Schulbus.
Damit wurde für 300 Schülerinnen und Schüler der Unterrichts-Besuch ermöglicht.

Aufstockung der Schule in Ambikapur

Die Aufstockung der Schule in Ambikapur wurde im Juli 2017 fertiggestellt.
Der Förderverein Elisabethschwestern e.V. hat diese Erweiterung mit einer Zuwendung in Höhe von 40.000 Euro ermöglicht.

Indien ist ein Agrarland, nahezu 70% seiner Bevölkerung hängen direkt oder indirekt davon ab. Der Monsunregen ist deshalb wichtig für die Landwirtschaft, die Erweiterung unseres Kindergartens hat er allerdings etwas ausgebremst. Nach einer Pause beim Hausbau, bedingt durch die Regenzeit, geht es nun mit den Arbeiten zur Aufstockung des Kindergartens weiter zügig voran. Unser Bild zeigt den Stand der Bauarbeiten im Oktober. An Weihnachten soll die neue Etage fertig sein. Dann gibt es endlich genügend Raum für Schwestern und Kinder zum Leben und zum Spielen. Gibt es ein schöneres Weihnachtsgeschenk? Wer nach Indien reisen will, sollte sich vorher genau über das Klima während der Reise informieren, da der Monsun in Indien sehr starke Niederschläge haben kann und es andererseits auch sehr heiß werden kann.
(Du)

Mit Spendenmitteln des Fördervereins St. Elisabethschwestern e.V. konnte für die St. Elisabeth Schule in Bhongir nun ein dritter Schulbus beschafft werden. Und den braucht es auch; nur acht Kinder der Schule, so Generaloberin Schwester Lincy, können morgens von den Eltern gebracht werden, alle anderen, und das sind nahezu 300 Schülerinnen und Schüler, werden mit den drei Bussen schon morgens um 6:30 Uhr in ihren Dörfern abgeholt und nachmittags wieder nach Hause gefahren. Ohne die Busse wäre der Unterrichtsbesuch für viele Kinder und Jugendliche nur schwer – für manche bestimmt auch gar nicht – möglich. Denn die St. Elisabeth Schule liegt nicht nur weit weg von der nächsten Stadt, sondern auch ein gutes Stück abseits von der Hauptstraße. Die Busse gewährleisten das, was für die meisten jungen Menschen in unserem Land bereits selbstverständlich ist: den Zugang zu Bildung. Das Menschenrecht auf Bildung gilt als ein Schlüssel für den Zugang zu weiteren Menschenrechten. Wo es umfassend verwirklicht wird, lernen Menschen für sich und ihre Rechte einzustehen. Sie haben die Möglichkeit, ein Bewusstsein ihrer Würde zu entwickeln und sehen diese auch in ihrem Gegenüber. Die Chance dafür, dass diese wichtige Lektion für das Leben überhaupt erst „gelernt“ werden kann, diese Chance wird an vielen Orten der Welt über eine unzählige Zahl von Schulbussen ermöglicht. Für die jungen Menschen der St. Elisabethschule wird diese Chance nun deutlich verstärkt durch den dritten Schulbus. Kinder, Eltern, Lehrer und Schwesterngemeinschaft sagen allen Spenderinnen und Spendern ein von Herzen kommendes Dankeschön. (Du)

Das aktuelle Projekt des Fördervereins St. Elisabethschwestern ist ein Kindergarten der Schwesterngemeinschaft in Kanchal im Bundesstaat Karnataka. Kanchal ist ein abgelegenes und schwer erreichbares Dorf. Da immer mehr Kinder auf einen Platz im Kindergarten angewiesen sind, hat der Förderverein die Unterstützung einer Erweiterung des Gebäudes und die Beschaffung von Möbeln und Spielmaterial beschlossen. Das Erweiterungsprojekt, die Aufstockung des Kindergartens geht gut voran. Schwestern wie Kinder freuen sich schon auf die Nutzung des neuen Stockwerks und auf das Ende der beengten Verhältnisse. Die Erweiterung konnte mit Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins und zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung realisiert werden, eine Brücke der Solidarität zwischen Deutschland und Indien. Unsere Bilder zeigen den Kindergarten in Kanchal mit dem fast fertiggestellten neuen Stockwerk sowie freudige Kinder.

Schwester Reinhilde (rechts) und Schwester Lioba (links) feierten zusammen mit der Schwesterngemeinschaft und Familienangehörigen ihre diamantene Profess. Das bedeutet: vor 60 Jahren legten die beiden Schwestern vor Gott das Versprechen ab, Gott in der Gemeinschaft der Elisabethschwestern zu dienen und Menschen in schwierigen Lebensphasen und Krisensituation zu unterstützen. Die Schwesterngemeinschaft und die Festgäste feierten einen frohen und herzlichen Jubiläumstag als einen besonderen Tag des Miteinanders. Alle wurden durch dieses großartige Glauben- und Lebenszeugnis von Schwester Reinhilde und Schwester Lioba ermutigt und gestärkt, den eigenen Weg der Berufung treu weiter zu gehen im festen Vertrauen, dass der Mensch des Weges geführt wird, den er wählt.

Junge indische Schwestern der Gemeinschaft machten sich nach dem erfolgreich abgeschlossenen ersten Teil ihres Deutschkurses auf den Weg nach nach Oberweier, um dort auf den Spuren der Ordensgründerin, Mathilde Otto, zu wandeln. Das Heimatmuseum in Oberweier, das Geburtshaus, in dem Mathilde Otto das Licht der Welt der erblickte, die Dorfkirche St. Michael und der Besuch des Grabes der Familie Himmelsbach, in dem die Mutter der Ordensgründerin bestattet wurde, waren die zentralen Stationen in Oberweier. Von dort aus ging es weiter. Zuerst zur idyllisch gelegenen Wallfahrtskirche Maria im Sand bei Herbolzheim, danach über den Rhein ins Elsass in Richtung Obernai. Ab hier ging es hinauf auf den heiligen Berg des Elsass, den Odilienberg. Odilia wurde im Mittelalter zu einer der am meisten verehrten Heiligen. Ihr Grab auf dem Odilienberg ist noch immer einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Frankreich. So wie unsere Schwestern besuchen jedes Jahr an die zwei Millionen Menschen den Odilienberg; die dort sprudelnde Quelle, gilt als hilfreich bei Augenleiden. Möge die Fürsprache dieser Heiligen den Schwestern aus Indien einen wachen Blick schenken für die Not und Krisensituationen der Menschen in unserem Land und sie erkennen lassen, wie der 1925 von Mutter Mathilde begonnene Weg der Schwesterngemeinschaft heute zu den Menschen führt. Unser Bild zeigt die Schwestern zusammen mit Generaloberin Schwester Lincy (erste Reihe links) vor dem Geburtshaus von Mutter Mathilde in Oberweier.

  © Förderverein St. Elisabethschwestern e.V. 2019